Am 1. Dezember sind Joachim und ich in
Chiang Mai angekommen. Das ist nun über eine Woche her. Wie bereits erwähnt, fühlten wir uns hier sofort wohl. Obwohl es nachts kühl wird (jedoch nur relativ - ca. 18°) und besonders rund um die Altstadt heftiger Verkehr herrscht, findet man in der Altstadt viele schöne Gasthäuser und schöne Restaurants mit Innengärten, wo man wundervoll entspannen und abschalten kann. Das Essen ist wundervoll. So gut wie hier habe ich bisher nicht gegessen. Gasthäuser, die ich empfehle: Julie Guesthouse (Superschöner Innenhof) und Lanna Guesthouse (ruhig und komfortabel).
Die ersten Tage haben wir damit verbracht die Tempel in der Altstadt zu erkunden. Schon am 4. Tag besuchten wir einen Kochkurs. Ich habe fünf Gerichte gekocht: Chicken-Suppe, Greencurry Chicken, Chicken-Suflee, Chicken Süß-Sauer und nochmal ein Gericht mit Chicken, dessen Name ich aber vergessen habe. Wir hatten einen sehr fröhlichen, einigermaßen gut englischsprechenden Koch-Trainer, der seine Worte so ausgesprochen hat wie ein Samurai-Krieger. Der Kurs ging ca. 7 Stunden mit einer Stunde Verdauungspause. Am Ende waren unsere Bäuche nämlich wirklich voll. Ich habe sogar die Hälfte von meinem letzten Gericht, von dem ich den Namen nicht mehr weiß, an die Helfer verschenkt. Ich freue mich schon, die Dishes in Deutschland nachzukochen, denn ein Kochbuch war im Preis (18,-) imbegriffen. Bin mir jedoch nicht sicher, ob ich in Deutschland alle Zutaten finde. We will see...
Zwei Tage später sind wir auf einen Trek südlich von Chiang Mai gegangen. Das war wirklich Abenteuer und Erelbnis pur. Obwohl das Ganze wirklich seeeehr touristisch war, fand ich es persönlich toll!
Nach einer 1,5-stündigen Fahrt kamen wir in einem Elefanten-Camp an. Dort waren ca. 8-10 Elefanten, die früher zum Holztransport eingesetzt worden sind. Inzwischen transportieren sie begeisterte und ängstliche Touristen. Wirklich toll ist das nicht, jedoch verdienen die Besitzer so das Geld für das Futter. Das erste Mal in meinem Leben bin ich hier auf einem Elefanten geritten. Ein krasses Gefühl, wenn man auf seinem Hals sitzt. Denn man spürt jeden Schritt und jede Muskelbewegung. Großartiges Gefühl! Faszinierend war auch die Tatsache, dass Elefanten sehr gut steil bergauf laufen können. Jedoch "kostet" das ein Paar Bananen (die es da zu kaufen gab) mehr.
Danach gab es erstmal Mittagessen und kurz darauf sind wir gestartet. Leider hatte ich keinen kleinen Rucksack, so musste ich meinen großen mitnehmen, was sich später als fataler Fehler herausgestellt hat. Denn allein das Eigengewicht war einfach zu groß, so war mein Rucksack ca. doppelt so schwer als der zweitschwerste Rucksack der Gruppe. Naja, nach unendlichen Stunden, die wir zu 99% steil bergauf gelaufen sind, wusste ich, wie sich mein Bruder bei der Bundeswehr während den vielen Wanderungen in der Grundausbildung gefühlt hat. Zwischendruch hielten wir an einem Wasserfall, wo man baden konnte. Wunderschön! Abends erreichten wir das Dorf, wo es dann leckeres Essen gab. Nachdem wir die Familie samt den Hundebabys, bei der wir übernachtet haben, kennen gelernt haben, gab es Lagerfeuer und "etwas" Bier. ;-)
Die Nacht war zwar lang, jedoch überhaupt nicht bequem. Die Kälte, die uns versprochen worden ist, blieb aus. Es war angenehm. Erst zwei Stunden vor dem Sonnenaufgang schlich die Kälte in meinen Schlafsack. Da war ich froh, dass ich morgens auf einem Markt einen hässlichen Pullover für wenig Geld erstanden habe. Am nächsten Morgen schenkte ich diesen an den Oberhaupt der Familie und machte ihn damit glücklicher als mit 10 Flaschen Whiskey ;-) Nach einem mittelmäßigen Frühstück (da oben erwartet man jedoch nicht mehr) ging es für uns wieder abwärts. Nach einem kurzen Stopp bei einem weiteren Wasserfall (Chillen, Dusche und Massage ;-) ) ging es weiter abwärts. Wegen dem schweren Rucksack hatte ich bald Knieprobleme und war froh, als wir endlich in dem Dorf ankamen, wo es dann ein nicht wirklich leckeres Pad-Thai (Thail. Nudelgericht) gab. Doch was danach kam, werde ich bestimmt noch meinen Eltern berichten. Obwohl schon das Elefantenreiten ein Erlebnis war, war das Bamboo-Rafting (Bambusfloß-Rafting) einfach nur geil! Nach einer Stunde flußabwärts kamen wir klitschnass an. Während der Fahrt sahen wir sogar einige Schlangen. Danach wurden wir wieder brav an unserem neuen Guesthouse abgesetzt. Es war ein tolles Erlebnis, das ich jedem empfehlen würde.
Die Tage in der tollen Stadt neigen sich dem Ende zu. Heute habe ich mir wieder einen Verwöhntag gegönnt. Vier Stunden Programm: Ölmassage, Pediküre, Gesichtsbehandlung, Fußreflex- und Nackenmassage. Und das nur für 13,- Euro ;-)
Werde am Dienstag Nachmittag mit dem Zug nach Bangkok düsen. Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche und ich freue mich sehr über all Eure Kommentare!
Chen the Thaicooker! ;-)